Unsere Kirchengemeinde stellt sich vor

Die Kirchengemeinde Grömbach-Wörnersberg besteht aus den Ortschaften Grömbach, Wörnersberg und Garrweiler und ist Teil des Kirchenbezirks Nagold. 

Zur Geschichte der St. Georgskirche in Grömbach

Altar und Kirchenschiff der St. Georgskirche, Pfarrhaus

"Das Kirchengebäude zum heiligen Georg zu Grömbach liegt südöstlich vom Pfarrhaus mitten im Ort durch zwei riesige Linden beschattet..." ist in einer Pfarramtsbeschreibung von 1905 zu lesen. Auch heute noch bietet sich dem Besucher ein ganz ähnliches Bild.

Im Jahre 1783 wurde sie erbaut. Stilistisch zeigt sie bereits Merkmale des Klassizismus, einer Kunstepoche, die sich von den üppigen, die Sinne beeindruckenden Formen des Barock löst und in die rationale Welt der Aufklärung hinweist. Alles ist nüchtern und schlicht, aber auch geradlinig gehalten.

Wie kommt ein so kleines Dorf zu einer so großen Kirche - immerhin hat sie 700 Sitzplätze? Diese im Verhältnis zur Einwohnerzahl übermäßige Größe erklärt sich aber dadurch, dass Grömbach im 16. Jahrhundert selbstständige Pfarrei mit Filialen geworden war. 1579 ist dem Altensteiger Hauptbuch zu entnehmen, dass Wörnersberg, Schernbach und Garrweiler als Filialen zu Grömbach gehören. Im 17. Jahrhundert kam Erzgrube dazu, welches aber dann 1892 mit Schernbach der Pfarrei Göttelfingen zugeordnet wurde.

Über die frühere Geschichte Grömbachs und seiner Kirche weiß man nur wenig. In einer Schenkungsurkunde zwischen dem Grafen von Calw und dem Kloster Hirsau aus dem Jahre 1075, wird der Ortsadelige "Buobo von Gruonbach" als Zeuge aufgeführt. Es ist anzunehmen, dass schon damals eine kleine christliche Gemeinde am Ort ansässig war und sich wohl wie damals üblich in einer Holzkapelle zum Gottesdienst versammelte.

Wann genau der erste Steinkirchenbau in Grömbach entstand, ist nicht bekannt. Auch nicht, wann das erste Pfarrhaus gebaut wurde. Aus den Jahren 1605 und 1607 ist allerdings in alten Kirchenbüchern zu lesen, dass sowohl  Kirche als auch Pfarrhaus baufällig und dringend sanierungsbedürftig seien, folglich also schon relativ alt gewesen sein mussten. 1609 wurde beides instandgesetzt. Der Zustand des Pfarrhauses scheint sich aber bald wieder verschlechtert zu haben, denn im Jahre 1626 wurde ein neues gebaut. Dieses brannte 1750 wegen eines Blitzeinschlages ab. Doch schon ein Jahr darauf errichtete man ein neues, das Pfarrhaus, das wir noch heute kennen und in seiner Größe und imposanten Erscheinung unser Ortsbild prägt.

1783 wurde dann die Kirche nach vielen Beschwerden über den anscheinend katastrophalen Zustand der alten, neu erbaut. Warum sie St. Georg, dem Drachenkämpfer gewidmet ist, lässt sich nicht mehr feststellen.

1787 wurde die in Herrenberg gebaute Barockorgel aufgestellt, die noch heute die Kirche mit ihrem Klangreichtum erfüllt.

1884 war eine erste Generalrenovierung der Kirche notwendig. 1887 wurden zwei Wasseralfinger Gußöfen eingebaut und das Kirchenschiff damit erstmals heizbar gemacht.

1932 und 1977 fanden größere Außen- und Innenrenovierungen statt. Und seitdem erstrahlt die Kirche in dem uns gewohnten Licht.

 

Pfarrhaus Grömbach

2001 wurde das Pfarrhaus 250 Jahre alt. Zu diesem Anlass wurde ein Büchlein erstellt, in dem die Geschichte unserer Kirchengemeinde genau und ausführlich beschrieben ist und in dem noch viele weitere spannende Erzählungen und Fakten, auch über Wörnersberg, zu finden sind, teilweise auch bebildert. Es lohnt sich darin zu lesen und kann auf dem Pfarramt für € 3.-- erworben werden.